Die Sonne strahlte dieses Jahr am Europafest 2026 auf die feiernden Europafans. Auf Einladung der Europäischen Akademie Inntal (EAI) haben sich wieder zahlreiche Vertreter:innen aus zwölf Organisationen in Kufstein getroffen, um den Europatag 2026 im Bayerisch-Tiroler Grenzgebiet gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort zu feiern. Anders als im vergangenen Jahr auf der repräsentativen Festung, wurde das Europafest in diesem Jahr bewusst vollständig auf dem Unteren Stadtplatz in das lokale Geschehen integriert. Eine Playback-Theateraufführung entlockte den Teilnehmenden dann abends auf der anderen Seite der Grenze – in Kiefersfelden – lustige wie berührende bayerisch-tiroler Grenzgeschichten und bildete diese berührend ab.

„Wenn nicht am Europatag, wann dann. Dieser Jahrestag der berühmten Schuman-Erklärung wird von zahllosen Events überall in Europa begleitet. Er ist die ideale Gelegenheit, das großartige Friedens- und Demokratieprojekt Europa einfach einmal öffentlich mit allen Europainteressierten auch in unserer Region, dem Inntal, zu feiern. Daran arbeiten und verbessern können wir morgen wieder“, ist das Gründungsteam der Europäischen Akademie Inntal überzeugt.

Interviews, Slam-Beiträge von Thomas Eiwen (Rosenheim) und Katharina Pacher (Innsbruck) und Live-Musik prägten den Rahmen des Fests. Quizze, Fact-Checking und Spiele von EAI, Pulse of Europe, Junos und VOLT, Mal- und Bastelmöglichkeiten des Kreisjugendring Rosenheim, des ProEuropa Netzwerks und der Europa Union Rosenheim sorgten für Spaß, überraschende Lerneffekte und viel Gelächter. Der Verein CUBIC aus Innsbruck informierte über Chancen für junge Tiroler:innen. Möglichkeiten, sein persönliches Europa bildhaft zu bauen oder Europa-Visionen am Stand des Kulturamts Kufstein entstehen zu lassen, luden zum Nachdenken ein.

Wortbeiträge von Kufsteins Bürgermeister Mag. Martin Krumschnabel, Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber und dem Innsbrucker Honorarkonsul Dietmar Czernich zeigten auf, warum Europa nur gemeinsam funktionieren kann. Das frühere langjährige Mitglied der Grünen-Fraktion des Europaparlaments Eva Lichtenberger aus Innsbruck und Walter Brinkmann, langjährig ehrenamtlich Engagierter der Europäischen Föderalisten in Deutschland und international erzählten, warum sie als langjährige Föderalist:innen eine stärkere Integration Europas für dringend notwendig halten. Auch Kufsteins Stellv. Bürgermeisterin und Europagemeinderätin Brigitta Klein beeindruckte mit klaren Positionen und Fakten für Europa und die gemeinsame Arbeit für und an unserer Demokratie in Österreich, Deutschland und europaweit.

Gefördert wurde das diesjährige Europafest, ebenso wie das gesamte Jahresprogramm 2026 der Europäischen Akademie Inntal, von der Vertretung der Europäischen Kommission in München. Als deren Vertreter feierte der Stellvertretende Leiter der Kommissionsvertretung Renke Deckarm dieses Jahr seinen Europatag nicht in München, sondern auf Einladung der Akademie-Gründerinnen und Vorsitzenden Dr. Natascha Zeitel-Bank und Miriam Leunissen mit den bayerisch-tiroler Europafreund:innen im Inntal.

Die Playback-Theaterperformance „Mia san Europa“ in Kiefersfelden mit der Gruppe Endorphine aus Innsbruck und eine Kinomatinee des Films „Scars of Growth“ mit MdEP Maria Noichl aus Rosenheim und Prof. Clifford Patten von der Uni Innsbruck rundeten das Europatags-Wochenende im bayerisch-tiroler Grenzland ab.

Bilder: Maria Reitberger / Engelbert Hopf

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